Batumi ist eine Stadt, in der sich ein Bad am Morgen und ein Abendprogramm problemlos in denselben Tag packen lassen, ohne dass es künstlich wirkt. Die Promenade ist wie gemacht für lange Spaziergänge, die Gastronomie ist auch für Erstbesucher leicht zu durchschauen, und das Nachtleben reicht von entspannten Weinbars bis hin zu Hotelcasinos, die nach georgischem Recht legal betrieben werden. Diese Route orientiert sich an der Realität 2026: wie man typischerweise anreist, in welchen Vierteln Übernachten sinnvoll ist und was am Eingang passiert, wenn man ein Casino betreten möchte. Für jeden Abend gibt es ausserdem Alternativen, falls du die Energie der Stadt suchst, aber ohne Glücksspiel auskommen willst.
Morgens: Starte am Batumi Boulevard, solange es noch ruhig ist. Spaziere vom Bereich des Alten Boulevards in Richtung der Tanzenden Fontänen und schneide dann durch die kleinen Parks und an den Kaffeeständen vorbei zurück. Für ein erstes „Ankunftsfoto“ bietet sich der Blick auf die Skyline vom Wasser aus an; für eine andere Perspektive lohnt sich ein kurzer Abstecher zur Hafenpromenade.
Nachmittags: Halte den ersten Tag bewusst einfach und zentral. Die Altstadt eignet sich gut zur Orientierung, weil fast alles zu Fuss erreichbar ist: rund um den Europe Square, die kurzen Gassen mit Cafés und — falls das Wetter kippt — kleine Museen. Kulinarisch ist das ein guter Moment für Adjaras Klassiker (Khachapuri Adjaruli ist naheliegend), aber plane danach etwas Leichteres ein, wenn du abends länger unterwegs sein willst.
Abends: Geh zum Sonnenuntergang zurück ans Wasser und entscheide dann nach Stimmung. Wenn du dich nicht festlegen willst, wähle ein Restaurant für das Abendessen und danach genau eine Bar für einen Drink. Batumi funktioniert am besten, wenn du in der ersten Nacht nicht zu viel planst. Wer nahe am Boulevard wohnt, kann vieles zu Fuss erledigen und sich Taxi-Fahrten sparen.
Wenn du erleben möchtest, wie sich ein Casino in Batumi anfühlt, ist ein Casino in einem grossen Hotel meist der unkomplizierteste Einstieg. Praktisch bedeutet das: bessere Sicherheitsabläufe, klare Abläufe am Eingang und eine Umgebung, in der man sich als Neuling schneller zurechtfindet. Nimm einen Reisepass oder einen amtlichen Lichtbildausweis mit und rechne mit einer kurzen Registrierung, bevor du spielen kannst. Für ausländische Gäste gilt häufig ein Mindestalter ab 18 Jahren, während georgische Staatsbürger an eine höhere Altersgrenze gebunden sind.
Der Dresscode ist in der Regel „smart casual“, also eher ordentlich als formell: geschlossene Schuhe und Kleidung, die auch zu einem guten Abendessen passt. Wer direkt in Strandkleidung von der Promenade kommt, riskiert, abgewiesen zu werden. Drinnen gilt einfache Etikette: keine Aufnahmen von anderen Gästen, beim Tischspiel das Handy nicht auffällig benutzen und im Zweifel das Personal fragen, bevor du Fotos machst.
Alternative ohne Casino: Ersetze den Spielsaal durch Live-Musik, einen späten Dessert-Stopp oder einen langen Abendspaziergang entlang der beleuchteten Promenade. Die Nachtstimmung ist ein eigener Grund, Batumi zu mögen — und du musst nicht spielen, um das „After-Dark“-Gefühl mitzunehmen, besonders rund um die zentrale Uferzone und die Altstadt, wo vieles lange geöffnet ist.
Morgens: Plane das als deinen „grünen“ Tag. Der Botanische Garten von Batumi gehört zu den besten Tagesausflügen in der Nähe der Stadt, besonders wenn du eine Pause von Beton und Strandkies brauchst. Geh möglichst früh, um die grössten Andrangzeiten zu vermeiden, und gib dir genug Zeit für die Wege — das ist kein Programmpunkt für zehn Minuten. Wasser und bequeme Schuhe machen den Unterschied.
Nachmittags: Zurück in der Stadt lohnt sich ein Abschnitt mit Fokus auf Essen. Wenn du Märkte magst, ist heute der passende Tag: Obst, Gewürze oder kleine Snacks für später kaufen und danach bewusst georgisch essen, statt automatisch internationale Speisekarten zu wählen. Batumi fühlt sich am besten an, wenn du es als Reihe kurzer, angenehmer Stopps erlebst und nicht als strenge Checkliste.
Abends: Für eine „grössere“ Nacht ist Tag 2 ideal, weil du dich bereits orientiert hast. Starte mit einem Dinner und wechsle dann in ein Viertel mit Bars, statt planlos zu springen. Halte die Route simpel — ein Gebiet, wenige Locations — und der Abend wirkt automatisch entspannter und sicherer.
Im Jahr 2026 ist entscheidend, dass Georgien den Zugang für Einheimische strenger geregelt hat und Casinos Ausweise und Altersnachweise sorgfältiger prüfen als früher. Für Besucher läuft es meist so: Reisepass/Lichtbildausweis am Eingang, kurze Registrierung, danach Zugang zu Slots und Tischspielen. Wenn du mit georgischen Freunden unterwegs bist, die unter der lokalen Altersgrenze liegen, solltest du nicht davon ausgehen, dass sie dich begleiten dürfen — für Staatsbürger und ausländische Gäste gelten unterschiedliche Vorgaben.
Setze dir Grenzen, bevor du hineingehst. Am einfachsten ist ein fester Betrag, den du als Unterhaltungskosten akzeptierst, und der Rest bleibt im Hotel. Wenn Alkohol im Spiel ist, halte es moderat: Casinos sind darauf ausgelegt, dass Zeit „verschwindet“, und in Kombination mit Alkohol verlieren viele Menschen schneller den Überblick. Wenn du merkst, dass du Verlusten hinterherjagst, geh kurz raus, atme durch und nimm das als klares Zeichen, für diese Nacht aufzuhören.
Alternative ohne Casino: Plane stattdessen ein spätes Essen, such dir eine Lounge-Atmosphäre oder mach einen „Night-Route“-Spaziergang. Ali und Nino ist als abendlicher Stopp beliebt, weil es draussen ist, ikonisch wirkt und selbst dann passt, wenn du nur 20 Minuten hast. So bekommst du Batumi bei Nacht, ohne Geld in Spiele zu stecken.

Morgens: Wenn das Wetter mitspielt, fahr südlich des Zentrums nach Gonio oder Kvariati für einen Strandmorgen, der weniger urban wirkt. Hier geht es um die Küste: Du tauschst Skyline gegen mehr offenen Blick aufs Meer. Starte früh, geh schwimmen und erwarte keinen Sandstrand wie im Prospekt — an diesem Teil der Schwarzmeerküste sind Kiesel normal.
Nachmittags: Zurück in Batumi eignet sich der letzte Tag für eine ruhige Runde: Cafés, die du gespeichert hast, kleine Shops oder ein letzter Spaziergang über den Boulevard. Wenn du die Altstadt an Tag 1 nur oberflächlich gesehen hast, ist das die entspannte zweite Chance. Gleichzeitig ist es ein guter „Schlechtwetter-Plan“, weil du schnell umdisponieren kannst.
Abends: Beende die Reise so, wie es zu deinem Stil passt. Wer Nachtleben liebt, wiederholt, was an Tag 2 gut funktioniert hat. Wer es ruhiger mag, wählt ein gutes Restaurant und macht den letzten Abend zu einem richtigen Dinner statt zu einem Bar-Hopping. In beiden Fällen lohnt sich ein Zeitpuffer fürs Packen und einen stressfreien Start am nächsten Morgen.
Für den ersten Besuch spart eine zentrale Lage Zeit. Die Altstadt passt zu Reisenden, die Restaurants, kurze Wege und schnellen Zugriff auf Sehenswürdigkeiten wollen; der Alte Boulevard bringt dich direkt an die klassische Promenade; der Neue Boulevard wirkt moderner, hat oft neuere Hotels und Türme, bedeutet aber längere Fusswege in die ältere Innenstadt — dafür kann das Preis-Leistungs-Verhältnis bei längeren Aufenthalten gut sein. Wer es ruhiger am Strand mag, schaut in Richtung Gonio/Kvariati und akzeptiert, dass man häufiger auf Taxis angewiesen ist.
In der Praxis gibt es meist drei Anreise-Varianten: direkt nach Batumi fliegen (kürzester Transfer), nach Kutaisi fliegen (oft mehr Flugoptionen) und dann per Bus/Train/Auto weiter, oder über Land aus Tiflis per Bahn. Der Zug Tiflis–Batumi ist beliebt, weil er direkt ist und zeitlich gut planbar, während Kutaisi-Routen mehr Flexibilität bieten, wenn der Flug zu ungünstigen Zeiten landet. Prüfe Abfahrten kurz vor der Reise nochmals, denn Saisonalität beeinflusst Verbindungen.
Ein administrativer Punkt für 2026: Einreisebestimmungen können sich ändern, und offizielle Hinweise sollte man vor der Abreise prüfen. Seit dem 1. Januar 2026 ist für die Einreise nach Georgien eine gültige Kranken- und Unfallversicherung für Touristen verpflichtend, daher ist es sinnvoll, den Versicherungsnachweis digital oder ausgedruckt griffbereit zu haben. Es ist kein dramatischer Zusatzaufwand, aber genau so ein Detail kann den ersten Tag ruinieren, wenn man es ignoriert.